MUSEUM GOLDBERGBAU NOVY KNIN
  - Museumsgeschichte

Museum des Goldbergbaus, der Goldverarbeitung und der Stadtgeschichte Nový Kníns

Das Museum befindet sich im historischen Gebäude der ehemaligen Münze aus dem 15. Jh., dem ehemaligen Sitz des Bergamtes in der königlichen Bergstadt am Ufer des goldhaltigen Flusses Kocába. Die Ausstellung mach mit der historischen Goldförderung und der Goldverarbeitung in Nový Knín bis zum 20. Jh., der Entwicklung der Stadt, dem städtischen Handwerk und der Industrie, sowie der Geschichte der Meisterschaften im Goldwaschen in der Tschechische Republik und international vertraut.

Das Museum zum Goldbergbau und zur Goldverarbeitung befindet sich am Markt von Nový Knín. Die erstmalige Erwähnung des Gebäudes erfolgte 1464, zur Regierungszeit Jiří von Poděbrady. Dieser erneuerte 1461 die Rechte der Königlichen Bergstadt Nový Knín. Durch die Erneuerung der Rechte sollte ein neuer Aufschwung der Goldgruben und des Goldbergbaus herbeigeführt werden, da dieser durch die Hussittenkriege fast zum Erliegen gekommen war. 

1490–1644 war hier das Bergamt untergebracht, das für einen geordneten, sicheren Betriebsablauf verantwortlich war. Hier im Bergamt wurde auch 1536–1650 das „Bergbuch“ als Nachweis geführt. Der Zweck der Münze bestand, ähnlich wie in Jílové, im Ankauf des Goldes von den Grubenbesitzern für den König Die Ausstellung behandelt den historischen Goldbergbau von ältester Zeit bis zum 20. Jh., Stadtgeschichte, örtliches Handwerk und Gewerbe und der Geschichte der Meisterschaften im Goldwaschen in der ČR und im Ausland.

Nový Knín, die königliche Goldstadt hat gegenwärtig ca. 1700 Einwohner. Die Stadt umfasst die ehemaligen Gemeinden Nový Knín, Starý Knín, Sudovice, Kozí Hory, Chramiště und Libčice. Die Ausstellung gibt Auskunft über die Gründung des bergmännisch geprägten Ortes Nový Knín, den Aufschwung in allen Teilen des Reviers in der Umgebung der Stadt vom 11. Jh. an. Historische Grubenrisse dokumentieren den über- und untertägigen Bergbau und die Kenntnisse über die Vererzungen in Zeiten der Blüte des Bergbaus. Die Modelle zur Goldaufbereitung und Teile von historischer Goldaufbereitungstechnik vermitteln ein historisch getreues Bild der Abbau- und Aufbereitungstechnik der damaligen Zeit.

Die Begleittexte stammen aus der Stadtchronik, die J. Valenta zu Anfang des 20. Jh. verfasste. So entsteht ein historisch getreues Bild der Abhängigkeiten zwischen Perioden der Blüte des Bergbaus, Interesse der Stadt an einzelnen Gruben, Entwicklung des Handwerks und der Stadt, sowie der umliegenden Ortschaften. Hier zeigt sich auch die Bedeutung von Nový Knín für das Königreich Böhmen im Mittelalter.

In der Ausstellung sieht man bergmännisches Arbeitsgerät z. B. Schlägel, Eisen, Keilhaue und Kratze aus dem Mittelalter. Gussformen aus Ton, Werkzeuge und weiteren Gegenstände aus dem mittelalterlichen Ort mit einem Eisenschmelzofen beweisen die frühe Besiedlung bedingt durch die Goldfunde im oberflächennahen Bereich. Bei Terrainerkundungen fand man die bis dahin unbekannten Reste der Gewinnung von Golderzen beim 4. Hammerwerk am Kocába-Bach und Nachweise der primären sulfidischen Goldvererzung im Babí důl (Baba-Tal) bei Malá Lečice.

 
Wieder entdeckte Stollenmundlöcher und weitere Funde werden nach wissenschaftlicher Bearbeitung ständig zur Erweiterung und Ergänzung der Ausstellung beitragen. Die Ausstellung gliedert sich in 3 Teile: erstens den historischen Teil vom Beginn der Förderung im Revier bis zu ihrem Niedergang in Verbindung mit der Geschichte von Handwerk und Industrie im Gebiet von Nový Knín und zweitens die Übersicht der geologischen Erzlagerstätten. Mit Forschungen zu den bedeutendsten Lagerstätten beschäftigen sich schon längere Zeit Geologen, die gleichzeitig Lehrpfade gestaltet haben. Die bedeutendsten Lagerstätten befinden sich innerhalb von 3 Haupterzzonen mit den bedeutendsten Abbauorten: Kamlová-Libčice, Borotice, Dražetice, Chvojná, Psí Hory-Mokrsko und Čelina. Die Proben von Mineralien der verschiedenen Fundorte der Hauptzonen werden durch Schemata und geologische Karten ergänzt. Proben feinkörnigen Goldes werden zur Veranschaulichung durch Mikro-Fotografien der ausgestellten Proben ergänzt. Das Museum ist eine Außenstelle des Bergbaumuseums Příbram.